27.11.2018: Bergen/Belsen 

Am 27. November 2018 haben wir die Gedenkstätte in Bergen Belsen besucht. Als wir mit den Bussen angekommen sind, sind die Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte zu uns in den Bus gestiegen und wir sind zur „Rampe“ gefahren, wo die Häftlinge damals mit den Zügen angekommen sind. 

Dort stand ein Waggon, in dem uns deutlich gemacht wurde, wie beengt die Gefangenen damals transportiert wurden. 
Als wir wieder auf dem Gelände der Gedenkstätte waren, wurde uns erklärt, wie das Lager damals entstanden ist und wie es den Menschen im Lager ergangen ist.

 
Als der zweite Weltkrieg begann, kamen viele Deutsche, die sich im Ausland befanden, in Gefangenschaft. In Bergen Belsen befanden sich einige Arbeiterbaracken, die als Kriegsgefangenenlager dienten. Nun wurde dort außerdem ein Austauschlager errichtet, um die dort gefangenen Juden gegen die deutschen Gefangenen auszutauschen.

Zu einem Austausch ist es aber nie gekommen, die Juden blieben also in Gefangenschaft. Zunächst ging es den Menschen dort aber relativ gut. Als immer mehr Gefangene ins Lager kamen, verschlechterte sich die Situation, nach der Zerstörung einiger Lager war das Lager stark überfüllt. Als das Lager auch noch eine neue Leitung bekam, wurde das Leben zu einer Qual. Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss Bergen Belsen als Konzentrationslager bezeichnet werden. Durch Hunger und schlechte hygienische Verhältnisse breiteten sich Krankheiten aus, an denen viele starben. Die vielen Toten konnten jedoch nicht verbrannt werden und als die Häftlinge zu schwach waren, um die Leichen zu begraben, sammelten sich hunderte Leichen auf dem Gelände. 

1945 wurden die Gefangenen befreit. Die Gebäude wurden verbrannt, um die Krankheiten zu bekämpfen.

Heute befindet sich auf dem Gelände eine Gedenkstätte, die daran erinnern soll, was dort geschehen ist. Sie dient aber auch als Mahnmal, damit so etwas Schlimmes nie wieder passiert.

 
Nach dem Vortrag sind wir in die Ausstellung gegangen, um uns Augenzeugenberichte und Fotos anzuschauen. 
Zum Abschluss haben wir das Gelände besichtigt, wo uns gezeigt wurde, wo die Baracken damals gestanden haben. 
Noch immer befinden sich dort mehrere Massengräber, in denen tausend Juden beerdigt wurden.
Gegen 12.15 Uhr sind wir wieder zurück nach Lachendorf gefahren.

(Anita und Carolina, Klasse 9.4)